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Ein himmlisches Vergnügen

Liederbrücke feiert mit vielen Gästen sein 20-jähriges Bestehen

Selm - Das 20-jährige Bestehen feierte der Chor "Liederbrücke" in himmlischer Sphäre gestern in Form einer Matinee. Bis auf den letzten Platz war das Bürgerhaus besetzt.

Exzellent wurde Gästen, Freunden und Gönnern sowohl Musikalisches als auch Komödiantisches geboten.

Blaue Tücher als Himmel, weiße Wolken und jede Menge "Sonne, Mond und Sterne" hingen von der Decke, harmonisch vereint mit Noten-Mobiles. "Optisch haben wir Ihnen den Himmel vermittelt, wir hoffen, dass es akustisch auch ein himmlisches Vergnügen wird," begrüßte die erste Vorsitzende des Chores, Cato Kieslich, die Besucher. "Ich danke allen freundschaftlich verbundenen Wegbegleitern der letzten 20 Jahre und wünsche mir, dass Sie alle genügend Zeit mitgebracht haben, um mit uns gemeinsam ins Jubiläumsjahr zu starten." Cato Kieslich überreichte das erste Exemplar der Chronik an Chorleiter Hans W. Schumacher.

Gekonntes Solo

Mit "Feste feiern wie sie fallen," überzeugten 65 Sänger und Sängerinnen das Publikum musikalisch vom Jubiläumsvorsatz. Auch das Solo "Gold von den Sternen" von Bianca Elting war passend auf die Dekoration abgestimmt.

Cato Kieslich verzichtete auf einzelne Begrüßungen. Der stellvertretende Bürgermeister Egon Schmidt überbrachte Grüße der Bürgerinnen und Bürger sowie der Ratsvertreter und bekräftigte, dass Gesang den Mitwirkenden Spaß mache, den Gästen Freude bringe und dass die Liederbrücke das kulturelle Leben bereichere. Er wünschte dem Chor musikalische Erfolge, keine Nachwuchssorgen und forderte dazu auf: "Singen Sie mit Herz!"

Otto Retzlaff vom Sängerkreis Lünen/Lüdinghausen zitierte Richard Wagner, der die menschliche Stimme als elementare Ausdrucksform sah.

Christiane Uckat-Erley stellte die Verbundenheit zur evangelischen Kirchengemeinde heraus. "Es ist wahrlich gut, dass es Sie gibt, vielen Dank für die guten Erlebnisse und die schönen Stunden." Ganz spontan aus dem Hintergrund pflichtete Pater Josef der St. Josef-Gemeinde den Vorrednern bei.

Als Vorsitzende/r der Chöre und Orchester gratulierten Marie-Lis Coenen von den Sonnenkindern, Ernst Jörgen Seiler vom MGV Union Bork und Helmut Beyer vom Blasorchester.

Markenzeichen

"Ohrenvergnügend und gemütsergötzend" bezeichnete Moderatorin Sabine Post das Stück "Als Gott die Welt erschaffen", ein Liedvortrag, der mit Adam und Eva im "Original" zum Markenzeichen der Liederbrücke geworden ist.

Himmelsboten

Viel Beifall erntete Pianistin Simone Witt mit ihrem instrumentalen Intermezzo am Klavier. Sie begleitet bereits seit 17 Jahren den Chor. In einem Sketch zeigten Josef Böcker als Gott, Angelika Hessmann und Susanne Krieger als Engel, unter der Moderation von Eberhard Minnerop, wie der gemischte Chor vor 20 Jahren entstand. In der Werkstatt mixten die Himmelsboten den Chor zusammen, angereichert mit gepfefferten Kommentaren von Sabine Post als Teufel. Wenn Applaus das Brot des Künstlers ist, dann erlebte die Liederbrücke zu ihrem Geburtstag nicht nur ein himmlisches Vergnügen, sondern auch die "wunderbare Brotvermehrung".

- Gerda Bauhaus
Ruhr Nachrichten - 13.02.2005


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